Westfalens filmische Vielfalt

Vom ersten filmischen Gehversuch bis zum Profifilm ist alles dabei

 

Sechs Filme gehen am 19. Juli 2014 im Cineplex Lippstadt beim KurzfilmSlam ins Rennen - einem von zwölf Wettbewerben des ersten WestfalenSlams. Und sie könnten unterschiedlicher nicht sein.

 

Münster/Lippstadt, 2. Juli 2014. Mehr als 50 Filmemacher sind dem Aufruf der Westfalen-Initiative und der Filmwerkstatt Münster gefolgt, einen Film mit maximal 15 Minuten Länge einzureichen, der das moderne Westfalen ins Visier und unter die Lupe nimmt. Die Resonanz war also groß, und ebenso die Bandbreite des eingereichten Materials: Vom ersten filmischen Gehversuch einer Schulklasse bis zu professionellen Fingerübungen von Filmhochschülern war alles dabei. Die Auswahljury unter dem Vorsitz des Regisseurs Andi Rogenhagen („Ein Tick anders“) hatte die Qual der Wahl. Sie konnte sich aber nach vielen Diskussionen dann doch auf sechs Filme einigen. Am 19. Juli wetteifert diese gelungene Auswahl um die Gunst des Publikums und eine Prämie von 2.000 Euro.

Spannende Mischung aus Doku, Animation, Komödie, Kuriosem und Musikvideo

Die Kurzdokumentation „Kreuzgang“ von Marcel Lehmann zeigt einen jungen Mann aus Münster, der sich entschieden hat, ins Priesterseminar zu ziehen. Das Seminar, eine Mischung aus Internat und Kloster, soll die werdenden Priester auf ihr weiteres Leben mit allen damit verbundenen Konsequenzen vorbereiten. Der trickreiche Animationsfilm „Milbe“ des gebürtigen Dortmunders Karl Tebbe ist eine verspielte, amüsante und garantiert ekelfreie Mischung aus Realfilm und animierten Elementen für Freunde von possierlichen Gliederfüßern aller Art und Größe. Ebenfalls in der Auswahl ist der zehnminütige Spielfilm „Resonanz“ von Dinh Tran, der das Regiehandwerk an der Ruhrakademie in Schwerte gelernt hat. Seine gewitzte Komödie handelt von einem vietnamesischen Einwanderer, der kaum ein Wort deutsch spricht, für das Mädchen seiner Träume aber alle Sprachbarrieren und andere Hindernisse überwinden will.

Die Fake-Doku „Das Wasser der Seseke“ von Matthias Kutschmann, einem Regisseur und Drehbuchautor aus Selm, erzählt die kuriose Geschichte eines Bauernsohnes, den sein Vater nur als Erbe akzeptiert, wenn er die Flüsse und Bäche seiner Umgebung am Geschmack erkennt. Mit „Undying Love“ von Irma Orozco, einer Filmstudentin aus dem Fachbereich Medienproduktion an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, ist ein zweiter Animationsfilm in der Endauswahl. Als sechster Beitrag schließlich, geht ein Musikvideo ins Rennen: Julian Isforts Clip zu dem Song „Weil wir leben“ des Singer/Songerwriters Johannes Kuhn.

Die ausgewählten Filme des KurzfilmSlam werden am 19. Juli um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr im Cineplex Lippstadt gezeigt. Die Filmemacher stellen ihre Werke dem Publikum persönlich vor, das dann mit Wertetafeln den Gewinner der Siegprämie von 2.000 Euro bestimmt. 2.884 Zeichen

Weitere Infos zum WestfalenSlam, zu den zwölf Slams und zum gesamten Programmablauf unter: www.westfalenslam.de


Bildunterschrift:

Bei den sechs Beiträgen zum KurzfilmSlam, einem Wettbewerb des WestfalenSlams, die es bis in die Endrunde am 19. Juli nach Lippstadt geschafft haben, reicht die spannende Bannbreite von trickreich-animiert, über kurios bis zur Doku, Komödie und dem Musikvideo. Foto: Animationsfilm „Milbe“ von Karl Tebbe - Filmwerkstatt Münster